Am vergangenen Donnerstag, 12. Februar, waren wir mit der Roadshow in Saarbrücken zu Gast. Die Veranstaltung haben wir gemeinsam mit KEG Saar, dem regionalen Kompetenzzentrum des Netzwerks Elektronischer Geschäftsverkehr, und der Bundesvereinigung Logistik (BVL) in den Räumen der IHK durchgeführt. Die Präsentationen zu den Vorträgen können Sie direkt hier im Blog durchblättern. Highlights waren aus meiner Sicht die beiden Best Practice Beispiele zum Einsatz von E-Learning im Unternehmen.
Zu Beginn der Veranstaltung habe ich einen kurzen Überblick über die Spielarten und Möglichkeiten von E-Learning gegeben. Daran schloss der Vortrag von Frau Prof. Dr. Bettina Reuter von der Fachhochschule Kaiserslautern zum Lernen im Prozess der Arbeit an. Aus Sicht von Frau Reuter geht es vor allem darum, „relevantes Wissen schnell, kostengünstig und arbeitsprozessbegleitend“ bereitzustellen. In erster Linie sind bei der Entwicklung von Lernangeboten daher die Fachexperten in den Unternehmen gefragt, die z.B. mit Hilfe von Autorensystemen rasch auf aktuelle Lernbedarfe reagieren können.
Die Firma ed-media GmbH mit Sitz in Kaiserslautern bietet weborientierte Softwarelösungen und Dienstleistungen an. Sie unterstützt z.B. bei der Nutzung von Open Source Software, u.a. beim Einsatz der Ilias-Plattform und hat ein Autorentool im Portfolio.
Kunde von ed-media ist die HYDAC International GmbH. Der Leiter des Trainingscenters Jürgen Ringle zeigte, wie bei HYDAC E-Learning genutzt wird und welche Effekte dadurch erzielt wurden. Charakteristisch für HYDAC ist die sehr umfangreiche Produktpalette. Jeder Mitarbeiter muss nach seiner Einstellung insgesamt drei Wochen Produktschulungen durchlaufen. Praktische Elemente zur Erklärung der sehr komplexen Produkte kamen darin oft zu kurz. Was liegt da näher, als auf E-Learning zu setzen? Mittlerweile liegen rund 30 Kurseinheiten vor, die Hydraulik ebenso anschaulich erklären, wie die Funktionsweisen der Firmenprodukte.
Insgesamt fünf Mitarbeiter sind bei HYDAC mit der Erstellung der Module beschäftigt. Das Präsenztraining weist heute deutlich mehr praktische Übungen auf und konnte dadurch effizienter gestaltet werden. Erwähnenswert auch, das HYDAC mit den Berufsschulen in der Region kooperiert: die Schüler dort testen geeignete E-Learning-Module, z.B. zu Themen wie Hydraulik. Schöner Nebeneffekt: diese künftigen Mitarbeiter muss man von E-Learning nicht mehr überzeugen.
Ulrike Jungmann von der imc AG stellte anschließend das E-Learning-Produktportfolio des Marktführers vor. Zu finden gibt es darunter auch speziell auf den Mittelstand zugeschnittene Lösungen.
Auf eine solche setzt die Hager Tehalit Vertriebs GmbH & Co.KG, wie Yves Peters, der Leiter des Kunden Trainings Centers, in seinem Vortrag erläuterte. Hager bietet sämtliche Formen elektrotechnischer Installationen in Gebäuden an. Kunden sind in erster Linie Elektroinstallateure, aber auch Architekten, Bauherren und nicht zuletzt der Baugroßhandel. Die alle müssen über die Produktpalette von Hager informiert und über Neuerungen auf dem Laufenden gehalten werden.
Um die eigene Vertriebsmannschaft, aber auch die Kunden zu schulen setzt Hager seit 2003 WBTs ein, die zur Optimierung der Präsenzseminare dienen.
Der Blended-Learning-Ansatz hat Erfolg: Die Teilnehmer kommen mit einer besseren Vorbildung in die Seminare, dadurch ist mehr Homogenität gewährleistet, die Präsenztage konnten reduziert werden und die WBTs stehen weiter als Nachschlagewerk zur Verfügung.
Und hier ein paar Impressionen von der Veranstaltung auf Flickr:



