LERNET-Roadshow in Essen: E-Learning effektiv und einfach

Am 9. Dezember fand in Essen die Auftaktveranstaltung zur bundesweiten E-Learning Roadshow statt. Gemeinsam mit unseren Partner EC-Ruhr – Electronic Commerce-Kompetenzzentrum Ruhr und der Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft konnten wir rund 50 Teilnehmer dazu begrüßen.


Neben einem kurzen Überblick über die Vielfalt von E-Learning durch Dr. Lutz Goertz vom MMB-Institut für Medien- und Kompetenzforschung sowie die Einsatzmöglichkeiten im Arbeitsprozess durch Dr. Erich Behrend von IMK Consulting, standen Best Practice Beispiele und erprobte E-Learning-Lösungen für den Mittelstand im Blickpunkt. Einige aus meiner Sicht interessante Punkte aus der Praxis für die Praxis möchte ich hier vorstellen. Die gezeigten Präsentationen können direkt hier im Blog durchgeblättert werden.

Wie man mit E-Learning neue Kunden gewinnen kann, zeigte das Beispiel des Bildungszentrums des Baugewerbes aus Krefeld. Bernhard Linkwitz, dort als Referent tätig, stellte vor, wie sich die Meisterausbildung mit E-Learning verändert hat. In einer Live-Schaltung aus einen virtuellen Klassenraum schilderten die Teilnehmer Vorteile des Verfahrens. So gab für einige das E-Learning-Angebot und das Wegfallen weiter Anfahrtswege zum Schulungsort erst den Ausschlag für die Qualifizierung.

Von einer ganz anderen Herausforderung berichtete André Stötzel von der salegro Vertriebsberatung. Ein Kunde musste in kurzer Zeit 90 Shop-Manager und 210 Shop-Mitarbeiter deutschlandweit schulen. Hier war E-Learning das Mittel der Wahl, um alle auf ein einheitliches Niveau zu bringen. Entwickelt wurde ein Webbased-Training, das allen Beteiligten über ein Lern-Management-System (LMS) zur Verfügung gestellt wurde. Der Einsatz von E-Learning bei größeren Teilnehmerzahlen, wenig Zeit und verstreuten Standorten ist beinahe schon klassisch zu nennen – und meist erfolgreich.

Den Weg zu einem Webbased (oder auch Computerbased-Training) wies uns dann Andreas Link vom E-Learning Anbieter Link & Link. Erforderlich ist dazu ein sogenanntes Autoren-Werkzeug, also eine Software, mit der man eigene Inhalte, Fotos, Videos und Graphiken in eine Lernanwendung verwandelt. Rapid-E-Learning hieß vor einigen Jahren das Schlagwort dazu. Das hört sich einfach an, ist es im Prinzip auch, wenn Erfahrungen in der Bedienung von PC und Software vorliegen. Ob dann eine hochwertige Lernanwendung herauskommt hängt vor allem von der didaktischen Umsetzung ab. Aus Sicht von Andreas Link darf dieser Aspekt nicht unterschätzt werden. Der Lerner sollte immer im Mittelpunkt stehen.

Autoren-Werkzeuge und Lern-Management-Systeme bietet auch die Firma reflact AG an. Susanne Kollmeier stellte in ihrem Vortrag den Weg vom Kundenauftrag zum fertigen Lernprodukt vor. Interessant fand ich dabei die Vorgehensweise von reflact. Sobald das Thema mit dem Kunden abgestimmt ist, Inhalte und Ablauf feststehen, beginnt die Programmierung in dem System, das auch der Kunde später nutzen wird. So können Kunden und Entwickler jederzeit bereits programmierte Lerneinheiten testen. Änderungswünsche und Korrekturen werden direkt im System vorgenommen, auf Screenshots von Seiten und (handschriftlicher) Kennzeichnung von Änderungen kann so komplett verzichtet werden.

Einen ganz anderen Zugang zum Thema E-Learning zeigte uns zum Abschluss Andreas Beumers vom Webkolleg NRW. Gerade für kleinere Unternehmen, für die es nicht in Frage kommt, E-Learning selbst zu produzieren bzw. in Auftrag zu geben, bietet das Webkolleg interessante Angebote. Das Portal hält rund 1.300 E-Learning-Kurse zu Themen wie IT, Sprachen oder Betriebswirtschaft bereit. Müssen mehrere Mitarbeiter eines Unternehmens geschult werden, kann über das Webkolleg eine eigene Unternehmensseite angelegt werden. Dort werden die entsprechenden Kurse eingestellt und die betreffenden Mitarbeiter erhalten einen Login und können nun z.B. von ihrem Arbeitsplatz aus das Lernen starten. E-Learning kann doch ganz einfach sein.

Ein Trackback

  1. [...] zur Veranstaltung erhalten Sie im LERNET Blog und als Foto-Dokumentation. Meine Präsentation können Sie sich online ansehen oder [...]

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