- … in und aus Projekten,
- aus Veranstaltungen und informellen Diskussionen,
- in wissensintensiven Prozessen,
- bei der Übergabe von Arbeitsaufgaben zwischen den Schichten.
80% des Wissens, das man am Arbeitsplatz benötigt, bekommt man nicht in formalen Lernkursen vermittelt sondern in informellen Prozessen.

Wir im Lernet-Team nutzen einen Microblog für die tägliche unternehmensinterne als auch –übergreifende Projektarbeit. Wir verwenden im Projektteam formale Anwendungen fürs Projektmanagement, für die Releaseplanung, für das Anforderungsmanagement, für die formale Kommunikation. Aber für die Kommunikation in der Zusammenarbeit, den schnellen asynchronen Austausch von Informationen und Ideen und um den Arbeitsstatus oder Todos zu dokumentieren, wenn wir ein Problem oder eine Frage haben, haben wir eine Microblogging Plattform im Extranet implementiert. Kurz: wir berichten dort über alles, was wir sonst per E-Mail verschickt oder auf gelben Zetteln an den Monitor geklebt haben.
Die Vorteile liegen auf der Hand: der “elektronische Zettel” geht nicht verloren, ist immer lesbar und zwar für alle. Aber die Blogfunktionen ermöglichen weit mehr, nämlich:
- ein persönliches Tagging, Vergabe von Schlüsselbegriffen oder Etiketten zum Beitrag;
- eine Strukturierung der Inhalte über diese Tags und Kategorien, die formal festgelegt werden können;
- das Auffínden der “Zettel” über die Suche nach Tags, nach Kategorien, nach Personen, nach Kommentaren, nach Datum;
- die mobile Nutzung von unterwegs;
- eine chronologische Ablage, die dafür sorgt, dass immer der aktuellste Beitrag ganz oben steht. Im Projektgeschäft ist das sehr hilfreich, wenn man sofort sieht, was aktuell los ist.
E-Mail hat eine neue Rolle bekommen: es wird nur noch für die direkte, persönliche Kommunikation zwischen zwei oder wenigen Personen genutzt.
Weitere Anwendungen aus Lernet finden Sie bei centrestage und in der folgenden Präsentation:



2 Kommentare
Wir bei Communardo nutzen seit einigen Wochen unsere eigene Microblogging-Plattform Communote. Auch hier sind es Projekt-Microblogs, die am häufigsten genutzt werden. Aber auch IT-Systemtagebücher sind vertreten, gefolgt von Blogs für Ausschreibungsteams oder auch andere Regeltätigkeiten wie Personal und Finanzen. Hier wird das gute Arbeitsbuch bzw. die Kladde durch den Microblog abgelöst. Spannend für uns zu sehen ist, dass Kollegen im Projekt oder auch team-übergreifend zunehmend besser über laufende Vorgänge Bescheid wissen. Die Anzahl an Infomails geht zurück und wir erleben positive Seiteneffekte, z.B. Hinweise von Kollegen, die sich in Themen aktiv einbringen, über die sie früher nie Bescheid gewusst hätten. In kurzer Zeit entsteht ein Informationsbestand der interessante Aufschlüsse zulässt. So können Tag-clouds zu Personen, Projekten, Teams oder auch Zeiträume einen guten Aufschluss geben, womit diese sich befassen. Umgekehrt ist es recht einfach möglich, herauszufinden, welche Person oder welches Team zu einem bestimmten Thema aussagefähig ist. Hier schließt sich der Kreis vom Microblogging zum Microlearning – einem immer interessanter werdenden Anwendungsgebiet.
Ich gratuliere zur Vorreiterrolle! Auch an der TU Chemnitz werden ab Herbst 2009 einige Forschungsprojekte auf Microblogging setzen und “Forschungsprojekte 2.0″ (http://blog.cm-development.de/2009/07/07/whats-up-an-hochschulen-wie-forschungsprojekte-von-microblogging-profitieren) realiseren.
Ich denke, hier würde sich dann ein direkter Erfahrungsaustausch lohnen.
Wünschenswert wäre wohl außerdem, wenn Projektträger aktiv auf die Potenziale von Web 2.0 Tools für Verbundprojekte aufmerksam machen und deren Einsatz fördern würden. Z.B. indem bereits in den Antragsverfahren gezeigt werden muss, wie die Collaboration im Projekt denn genau gestaltet werden soll.
4 Trackbacks
Lernen und Wissen teilen mit Web 2.0…
Im Rahmen der E-Learning Roadshow, veranstaltet vom Deutschsprachigen Netzwerk der E-Learning Akteure D-ELAN e.V. und dem Netzwerk Elektronischer Geschäftsverkehr NEG bei der IHK in Stuttgart am 09. Juli 2009 dufte ich über unsere Erfahrungen…
[...] Sie können z.B. intern eingesetzt werden, um die Kommunikation zwischen den Mitarbeitern und innerhalb von Projektteams zu unterstützen. So leisten sie einen Beitrag zum Wissensmanagement. Oder sie werden zur [...]
[...] wie wir selbst die verschiedenen Social Software Tools einsetzen. So nutzen wir beispielsweise Microblogging für die interne Projektkommunikation und konnten den Email-Verkehr dadurch stark [...]
[...] – deutsch – ) – http://newstoaster.blogspot.com – Contentmanager.de – Microblogging zum Lernen von anderen … – Twitter & Börse – 18 Anti-Twitter-Thesen – Statistik – Wiki [...]