Heute möchte ich zwei Blogbeiträge vorstellen, die für Praktiker interessant sein könnten.
Im Rapid E-Learning Blog ging es vor kurzem um die Erstellung von E-Learning Kursen mit Power Point. Was man dabei beachten- und lieber vermeiden sollte, beschreibt Tom Kuhlmann in „Change Your Presentation Template to an E-Learning Template“.
Um den Lerner nicht mit einer unnötigen Flut von Informationen zu konfrontieren ist es hilfreich zu erfahren, welches Wissen der Mitarbeiter für seine tägliche Arbeit wirklich benötigt. In “Be an E-Learning Action Hero” stellt Cathy Moore das Action Mapping-Verfahren vor. Diese Methode soll helfen, das handlungsrelevante Wissen zu identifizieren um dem Mitarbeiter die richtigen Lerninhalte zur Verfügung stellen zu können.
E-Learning mit Power Point
E-Learning Kurse zu erstellen kann ganz einfach sein. Statt auf komplexe Autorentools zurückzugreifen deren Anwendung eine gewisse Einarbeitungszeit mit sich bringt, kann man interaktive E-Learning Kurse auch mit Power Point erstellen. Sogenannte Rapid E-Learning Werkzeuge integrieren sich nahtlos in Power Point, so dass in der gewohnten Power Point Umgebung E-Learning Kurse erstellt werden können.
Ist die Erstellung eines E-Learning Kurses mit herkömmlichen Werkzeugen häufig eine aufwändige Angelegenheit die dementsprechende Kosten verursacht, so ist die Umsetzung mit Power Point hingegen schnell und kostengünstig zu realisieren. Denn hier ist auch der Nicht-Programmierer in der Lage, multimediale und interaktive E-Learning Inhalte zu erstellen.
Gute Tipps zur Erstellung von E-Learning Kursen mit Power Point gibt es in dem Blogbeitrag „Change Your Presentation Template to an E-Learning Template“ von Tom Kuhlmann. Ich möchte hier einige Kernaussagen des Beitrags zusammenfassen:
1) Da E-Learning Kurse keine Power Point Präsentationen sind, sollte man sich so weit wie möglich von der gewohnten Praxis der Inhaltserstellung lösen.
Dabei können folgende Tipps hilfreich sein:
- Am besten mit einer leeren Folie beginnen
- Power Point als Freiform Werkzeug nutzen
- Keine Aufzählungszeichen mit Text (Bullet Points) einsetzen
2) Wie wird man den Designvorgaben meines Unternehmens gerecht und bereite die Lerninhalte optimal auf?
- Man sollte sich für E-Learning so weit wie möglich von der Unternehmespräsentation lösen
- Bei internen Schulungen kann das Branding der Firma ruhig in den Hintergrund treten
Einige Beispiele für Designs, die genug Platz für die E-Learning Inhalte bieten, aber auch das Branding des Unternehmens berücksichtigen zeigt der Autor hier.
Interessant ist der Hinweis des Autors, dass ein zu starkes Branding bei der internen Kommunikation auch kontraproduktiv sein kann. Dadurch bestehe nämlich die Gefahr, so Kuhlmann, das man den „Kult in eine Kultur“ trägt.
Projektdesign mit „Action Mapping“
Im Kontext des betrieblichen Lernens kann es passieren, dass Lerner mit einem Wust von Informationen konfrontiert wird, von denen er nur einen Bruchteil zur Erfüllung seiner Aufgaben benötigt. Es besteht die Gefahr, dass eine wahre Informationsflut den Lerner überfordert.
Die Methode des “Action Mapping” soll hier Abhilfe schaffen. Durch das Verfahren können die relevanten Informationen identifiziert werden, so dass man dem Mitarbeiter nur die Informationen zur Verfügung stellt die er in der Praxis auch wirklich benötigt.
“The ‘Action Mapping’ Process:
- Identify the business goal
- identify what people need to do to reach the goal
- design activities that help people practice each behavior
- identify the minimum information people need to complete each activity” (Moore).


